Haarige Angelegenheit: Fellwechsel

Gesundheit

Haarige Angelegenheit: Fellwechsel

18. Oktober 2022

Während des Fellwechsels verliert das Pferd viiiiele Haare.

Zweimal im Jahr heißt es: Fell wechsle Dich! Ein Umstand, der Pferdebesitzern oft den letzten Nerv raubt. Haare, die es sich überall gemütlich machen, wo man sie nicht haben will, insbesondere auf der Kleidung. Und wir sind gerade mittendrin: im Fellwechsel. Juhu!


Der Übergang von Sommer- auf Winterfell beginnt schon im Juli. Denn der Fellwechsel richtet sich hauptsächlich nach den Lichtverhältnissen. Ist es draußen früher dunkel, sagt die innere Uhr: Bitte einmal Fell wechseln! 

Warum gibt es den Fellwechsel?

Im Grunde ist es wie beim Menschen: Im Herbst und Winter braucht man etwas Wärmeres zum Anziehen, um nicht zu frieren und nass zu werden. Im Sommer etwas Leichteres, das den Körper bedeckt, ohne dass man schwitzt. Und da Pferde bekanntermaßen nicht über Kleiderschränke verfügen, muss eben das Fell herhalten.

Links auf dem Bild das kürzere Sommerfell, rechts das plüschige Winterfell.

Der Pferdeorganismus produziert zwar das ganze Jahr über neue Haare, das Deckhaar erneuert sich alle drei Monate. Allerdings stehen zweimal im Jahr die großen Fellwechsel an. 

Die Zirbeldrüse

Und wer bestimmt überhaupt, wann’s losgeht? Die Zirbeldrüse – eine Hormondrüse, die am Gehirn des Pferdes angegliedert ist. Wenn die Tage kürzer werden, gibt sie dem Körper das Signal, dass das Ende des Sommers naht und es an der Zeit für ein dickes Teddyfell ist. 


Die Zirbeldrüse ist ein echtes Multitalent. Sie produziert unter anderem das Schlafhormon Melatonin, womit sie den Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Auch für die Fortpflanzung ist die walnussähnliche Zirbeldrüse verantwortlich.

Temperatur und Rasse

Das Tageslicht bestimmt, wann es mit dem Fellwechsel losgeht. Die Temperatur bestimmt hingegen die „Qualität“ des Fells. Hier gilt die Devise: Je kälter die Umgebungstemperatur desto dichter und länger wird das Fell. Pferde, die die meiste Zeit in einem Offenstall verbringen, haben demnach ein dichteres Fell als ihre Boxen-Kollegen. 

Shetlandponys haben ein dichteres Fell.

Und auch die Rasse hat Einfluss auf die Felldichte und -dicke. Nordische Rassen wie Isländer und Gotlandponys sind weitaus plüschiger „angezogen“ als Warm- und Vollblüter. Wäre ja auch höchst unlogisch von Mutter Natur, ein Tier, das mit den tiefsten Minusgraden fertigwerden muss, mit einem Seidenkleid auszustatten.

Fellwechsel: Ganz schön anstrengend!

Die alten Haare abzustoßen und neue zu bilden, bedeutet für den Organismus Schwerstarbeit. In dieser höchst anstrengenden Zeit haben Pferde demnach einen erhöhten Nährstoffbedarf – vor allem Senioren, Sportpferde, Zuchtstuten und Pferde mit Stoffwechselerkrankungen kommen da an ihre Nährstoffgrenzen.


Das Fell wird stumpf und struppig. Manche Pferde magern auch ab. Bei einem Nährstoffmangel geht es richtig ans Eingemachte. Fehlen dem Tier wichtige Spurenelemente ist ein schwaches Immunsystem vorprogrammiert. 


Und wenn das körpereigene Schutzschild geschwächt ist, ist das Pferd weitaus anfälliger für Infekte & Co. Ein Zinkmangel kann zum Beispiel zu Haut- und Schleimhautschäden, Mauke, Milbenbefall, Pilzinfektionen führen. Das muss nicht sein!

Mit Pferdegold jederzeit bestens versorgt

Pferdegold Haut & Fell versorgt Dein Pferd mit allen wichtigen Nährstoffen, sodass es leichter durch den Fellwechsel kommt. Wichtig sind hier vor allem Zink, Kupfer und Mangan. 

Die Pellets bringen Dein Pferd gut durch den anstrengenden Fellwechsel.

Beispiel Zink: Das bekannteste Spurenelement ist ein echter Tausendsassa: Es wird zur Bildung des Fells benötigt, ist Hauptbestandteil der Haare, regeneriert die Haut, hemmt den Juckreiz und pusht obendrein noch das Immunsystem. Ebenfalls bewährt haben sich Naturtalente wie Leinsamen, Spirulina-Alge, Mariendistel, Rote Beete und Sanddorn. 

Die perfekte Ergänzung: das Spray.

Falls die Haut schon arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, empfehlen wir zusätzlich, unser Spray zu verwenden. Lavendel, Kamille und Traubenkernöl spenden der Haut und dem Fell Feuchtigkeit.