Gesundheit

Koliken: Todesursache Nummer eins bei Pferden

Symptome, Ursachen und Tipps & Tricks

30. Mai 2022

Wälzen ist eines der typischen Koliksymptome.

Bauchschmerzen: Das hört sich ja erstmal nicht besonders schlimm an, aber wenn ein Pferd von Bauchschmerzen geplagt wird, sollten gleich alle Alarmglocken schrillen. Es könnte sich nämlich um eine Kolik handeln und mit Koliken ist nicht zu spaßen, sie sind die Todesursache Nummer eins bei Pferden.


Woran erkennt man eine Kolik? Wie kommt es dazu? Und was sollte man im Falle eines Verdachts tun beziehungsweise nicht tun? Wir klären auf!

Die Symptome

Bauchschmerzen tun weh und das Pferd wird alles tun, sie irgendwie loszuwerden. Die deutlichsten Anzeichen für eine Kolik sind: Wälzen, Gähnen, zum Bauch schauen, ihn beißen oder gar mit den Beinen dagegen treten. Manche Pferde schwitzen mehr als sonst, sind unruhig, scharren und flehmen.

Übermäßiges Flehmen ist eines der Anzeichen.

Einige Tiere wollen hingegen gar nicht mehr aufstehen und liegen nur noch apathisch herum, bisweilen in ungewöhnlichen Positionen etwa auf dem Rücken liegend.

Verschiedene Kolikarten

Was ist überhaupt eine Kolik? Kolik ist ein Übergriff für verschiedene Krankheiten, bei denen das Pferd Schmerzen hat und sich unwohl fühlt. Meistens handelt es sich um eine Magen-Darm-Erkrankung. Das äußert sich dann als Verstopfung, Krampf-, Gas- und Sandkolik oder im schlimmsten Fall als Darmverschlingung, -eindrehung, -einklemmung und -verschluss.

Die Ursachen

Die beiden Hauptursachen einer Kolik? Futter und Stress!


1. Fütterungsfehler

Du bist, was Du isst – das gilt für Pferde genauso. Denn oft ist das Futter nicht so, wie es sein sollte. Da ist zum Beispiel das Heu von Pestizidrückständen oder Schimmelsporen verunreinigt – pures Gift für den empfindlichen Pferdekörper. Koliken sind hier quasi vorprogrammiert.


Oder das Pferd hat eine Verstopfung, weil es zu wenig Heu und Wasser bekommen hat, dafür aber zu viel Stroh. So verdichtet sich der Nahrungsbrei und nichts geht mehr. Gaskoliken entstehen hingegen oft durch zuviel „Blähfutter“ wie Mais, Rüben und Gras. Bleiben diese unbehandelt, kann es zu einer Darmverschlingung kommen. Dann wird’s richtig gefährlich. 


Ein weiterer „Klassiker“: zu schnelles Anweiden. Gerade im Frühjahr herrscht deshalb Kolik-Hochsaison und die Tierärzte haben alle Hände voll zu tun. Klar, das satte Grün auf der Weide lockt nach einem langen Winter sehr. Erfolgt die Futterumstellung jedoch zu abrupt, rebelliert die Verdauung. Diese braucht schließlich Zeit, um sich auf das frische Gras einzustellen, das sollte immer peu à peu erfolgen und nicht hoppla-hopp.

Zu schnelles Anweiden ist eine häufige, vermeidbare Ursache.

Manchmal ist das Tier auch gesundheitlich vorbelastet. Zum Beispiel, weil das Pferd als Fohlen beim Züchter häufiger mit Parasiten zu kämpfen hatte. Die Folge ist dann eine gestörte Darmflora – und der Vierbeiner ist anfälliger für Koliken.


2. Stress

Pferde sind hochsensible Tiere und somit ist ihr Nervenkostüm schnell angegriffen. Das hat auch einen Grund, schließlich handelt es sich bei ihnen um Fluchttiere, die ständig auf der Hut sein müssen.

Pferde sind hochsensible Tiere.

Reibereien in der Gruppe, Mobbing, Futterneid, ein unangenehmer Boxennachbar, die Fahrt im Transporter, der Besuch vom Tierarzt – das alles kann auf den Magen schlagen. Wer einen Vortrag vor hunderten von Leuten halten muss, fühlt vielleicht ebenfalls ein gewisses Unbehagen in der Magengegend, verbunden mit dem ein oder anderen Klobesuch. 


Als Pferdebesitzer sollte man deshalb für eine möglichst stressfreie Umgebung sorgen. Geht zum Beispiel der Paddock-Nachbar gar nicht, sollte man ernsthaft über einen Wechsel nachdenken.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Falls Du der Meinung bist, Dein Liebling hat eine Kolik, solltest Du nicht lange fackeln, sondern sofort handeln. Das heißt: Tierarzt rufen! Nur er kann die richtige Diagnose stellen und das Pferd richtig behandeln, zum Beispiel mit einer Nasen-Schlund-Sonde das Gas aus dem Magen ableiten.

Der wichtigste Ansprechpartner bei einer Kolik: der Tierarzt.

Bis der Tierarzt eingetroffen ist, kannst Du einige Sofortmaßnahmen ergreifen. Wichtigste Regel: kein Futter. Und sicherheitshalber auch die Einstreu entfernen. Manche Pferde können trotz ihrer Schmerzen nicht widerstehen. 


Und wie ist es mit Wasser? Das kommt darauf an. Bei einer Krampfkolik oder Verstopfung kann trinken sogar helfen. Bei einem abgedrehten Dick- oder Dünndarm geht es dem Pferd so schlecht, dass es sowieso nichts trinken wird. Aber: Dazu muss man erst einmal wissen, um welche Kolikform es sich handelt, schließlich ist man kein Tierarzt. 


Um die Verdauung anzuregen und den Kreislauf zu stabilisieren, empfiehlt sich das Führen oder im Schritt longieren. Besser sind einige Minuten Trab im leichten Jogging-Tempo. Leichte Koliken können sich dadurch lösen. Wenn sich Dein Pferd wälzen oder hinlegen möchte, lass es. Aber motiviere es anschließend wieder zum Aufstehen. Und halte den Kot- und Urinabsatz stets im Auge.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Gutes Futter, langsam anweiden, Stress vermeiden: Das sind gute Voraussetzungen, um Koliken zu vermeiden.

Mit Pferdegold Magen kann man die Verdauung unterstützen.

Mit Pferdegold Magen kannst Du die Verdauung Deines Pferdes zusätzlich unterstützen. Die Pellets enthalten lauter Magenfreunde wie Leinsamen, Chlorella-Alge und Mineralerde. Ein Messlöffel genügt für ein 600 Kilogramm schweres Pferd. 


Du kannst das Ergänzungsfutter versandkostenfrei und mit Geld-zurück-Garantie im Onlineshop bestellen.


Wir wünschen Dir und Deinem Pferd viel Spaß auf der Weide und eine kolikfreie Zeit!