Gesundheit

3. Mai 2022

Gurtzwang bei Pferden

Eine der häufigsten Ursachen: Magengeschwüre

„Ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht.": Häufig sind Magengeschwüre der Grund für die Abwehrhaltung.

Es ist wie verhext: Mit einem Mal weigert sich Midnight, dass ich sie gurte. Sonst funktionierte das immer reibungslos, jetzt wird gebissen, getreten und geschnappt. Obendrein hat sie ihre Ohren angelegt und ihre Nüstern hochgezogen. Die Stute scheint auf alles Lust zu haben, nur nicht darauf, in diesem Moment gesattelt und gegurtet zu werden. Was ist da nur los? Gurtzwang?

 

Wenn es sich um eine einmalige Angelegenheit handelt, braucht man sich in der Regel nicht groß den Kopf darüber zerbrechen. Schließlich haben auch Pferde mal einen schlechten Tag, sind mal müde oder ihnen ist eine Laus über die Leber gelaufen. Wenn sich der Vierbeiner jedoch von nun an ständig dagegen sträubt, liegt die Vermutung Gurtzwang ziemlich nahe. Doch was sind die Gründe dafür?

Häufige Ursachen: Magengeschwüre

Eine Studie aus den USA belegt, dass dahinter oft Magengeschwüre stecken. Das mag auf den ersten Blick überraschen. Die Forscher der University of California, Davis, untersuchten 37 Pferde mit Gurtzwang. Das Fazit: Zwölf litten unter Magengeschwüren, zehn hatten orthopädische Probleme. Bei weiteren zehn waren es medizinische Gründe wie Harnwegsentzündungen, Leberabszesse oder Geschwüre an den Fortpflanzungsorganen. Nur bei drei Pferden war ein nicht passender Sattel die Ursache für den Gurtzwang.

 

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei fast allen Pferden (35 von 37) Schmerzen der Grund für das Abwehrverhalten beim Gurten war – und bei rund einem Drittel steckten Magengeschwüre dahinter.

Ein nicht passender Sattel ist nur in den wenigsten Fällen die Ursache.

Man muss sich nur Folgendes vorstellen: Ein Pferd mit Magengeschwüren hat Bauchschmerzen, heftige Bauchschmerzen. Wenn dann obendrein der Sattelgurt darauf drückt, tut es gleich doppelt so weh. Und dass der Vierbeiner in diesem Fall alles tut, um sich den „blöden“ Gurt vom Leib zu halten, ist irgendwie logisch. 

 

Hätte man selbst die Bauchschmerzen seines Lebens und jemand würde einem den Gürtel so fest zuzurren, dass einem die Luft wegbleibt, und man müsste zu guter Letzt noch zehn Kilometer Joggen – in diesem Fall wäre wohl jeder ziemlich übellaunig. 

 

Und diese Übellaunigkeit kann für den Reiter schnell gefährlich werden. Einige Pferde fangen beim Erspähen des Gurtes oder Sattels sofort zu beißen oder zu schlagen an. Es gibt aber auch Tiere, die beim Anblick des Sattels und sogar beim Auflegen noch vollkommen cool sind und erst beim Durchgreifen unter dem Bauch regelrecht durchdrehen.

Gurtzwang: die Symptome

  • Schnappen und beißen
  • Angelegte Ohren
  • Hochgezogene Nüstern
  • Schneller Atem oder Luft anhalten
  • Mit dem Kopf schlagen 
  • Drehen des Kopfes nach hinten zum Sattel
  • Drohen mit dem Hinterbein
  • Nach vorne treten (mit dem Hinterbein)
  • In die Luft oder nach dem Strick schnappen
  • Metall schlecken, Holz knabbern
  • Verspanntes Laufen
  • Hinwerfen

Pferdegold Magen

Wurden Magengeschwüre diagnostiziert, bekommt das Pferd vom Tierarzt in der Regel Medikamente, zum Beispiel Säureblocker. Die sogenannten Protonenpumpenhemmer halten die Magensäure in Schach. 


Es empfiehlt sich aber, den Magen-Darm-Trakt mit einem hochwertigen Ergänzungsfutter zusätzlich zu unterstützen. Pferdegold Magen eignet sich sowohl im Akutfall als auch zur Prophylaxe. Die Pellets enthalten unter anderem Leinsamen, Algen und Bentonit, eine Mineralerde. Bei diesen ganzen Zutaten läuft der Verdauung quasi das Wasser im Mund – oder besser gesagt im Magen-Darm-Trakt – zusammen.

Pferdegold Magen enthält Hyaluron, Chlorella-Alge und Bentonit.