Gesundheit

17. August 2022

Pferde und Hitze

8 coole Tipps für heiße Tage

Im Wasser planschen: Das tut gut!

Der Mensch ächzt – und schwitzt. Was soll da erst ein Pferd sagen? Pferde sind genetisch noch Steppentiere und in der Steppe ist es weitaus kühler als in unseren Breitengraden. Kein Wunder, dass bei dieser Bullenhitze viele Vierbeiner schnell schlappmachen. Mögliche Folgen: Sonnenstich und Hitzschlag. 

 

Laut einer Studie ist vor allem feucht-warmes Wetter problematisch. Auf der Website der kanadischen Universität Guelph ist zu lesen: 17 Minuten moderaten Trainings bei heißem, feuchtem Wetter reichen bereits aus, damit die Körpertemperatur des Pferdes gefährlich in die Höhe schnellt. Zum Vergleich: Beim Menschen dauert das drei- bis zehnmal so lange.

Der Faltentrick

Die Pferde schwitzen dann und verlieren dadurch Wasser. Unglaublich viel. Es gibt einen einfachen Trick, um festzustellen, ob Dein Pferd genug getrunken hat. Du greifst mit der Hand in die Haut am Hals und formst eine Falte. Diese hältst Du ein paar Sekunden und lässt sie dann los. Wenn sich die Haut sofort wieder glättet, ist alles paletti. Tut sie das nicht und sie bleibt faltig, hat das Pferd eindeutig zu wenig getrunken.

Vorsicht, Dehydrierung!

Schwitzt ein Pferd überhaupt nicht mehr, ist es vermutlich stark dehydriert. Der Körper ist dann schon so ausgetrocknet, dass fürs Schwitzen keine Flüssigkeit mehr übrig bleibt. Dann ist allerhöchste Eisenbahn: Das Pferd sofort in den Schatten stellen, lauwarmes Wasser zu trinken geben, am besten in kleinen Portionen, und den Tierarzt rufen!

8 coole Tipps für heiße Tage

Am besten sorgst Du dafür, dass es erst gar nicht soweit kommt. Hier unsere Tipps, damit Dein Pferd die heißen Tage gut übersteht.

1. Schattenplatz

Die Vierbeiner müssen jederzeit die Möglichkeit haben, sich ein schattiges Plätzchen zu suchen, zum Beispiel unter Bäumen. Ein einziger Baum auf der ganzen Weide reicht hier nicht aus, schließlich sollen auch die rangniederen Pferde eine Chance haben.

 

2. Wasser

Beim Schwitzen geht jede Menge Wasser verloren – Wasser, das dem Organismus dann fehlt. Deshalb sollte Dein Pferd immer Zugang zu frischem Wasser haben – nicht nur im Stall, auch auf der Weide. Beim Ausreiten hast Du im Idealfall eine Wasserstelle in der Nähe, zum Beispiel einen Bach oder See. 

 

3. Richtige Zeit

Seinen Marathonlauf sollte man nicht in der Mittagszeit absolvieren, wenn die Sonne am höchsten steht und richtig schön aufs Haupt knallt. Somit sollte auch der Ausritt zu einer kühleren Tageszeit erfolgen. Gehe am besten in den frühen Morgenstunden oder am Abend reiten.


Lieber in den Morgen- oder Abendstunden ausreiten.

4. Nicht zu sportlich

In der heißen Zeit lieber einen Gang herunterschalten. Sportliche Ertüchtigungen sind bei hohen Temperaturen weitaus anstrengender – und die Gefahr, dass das Pferd dehydriert umso größer. Wähle deshalb lieber kürzere Strecken in einem gemäßigten Tempo. Und regelmäßige Pausen im Schatten einplanen, am besten mit einer Möglichkeit zu trinken.

 

5. Eine Runde Elektrolyte für alle!

Beim Schwitzen gehen nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte flöten. Dazu gehören Mineralstoffe, Spurenelemente und Salze, die wichtige Funktionen in den Zellen haben. 

 

Salz besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid, das sich aus den beiden Elektrolyten Natrium und Chlor zusammensetzt. Im Normalfall braucht ein 500 Kilogramm schweres Pferd täglich mindestens 10 Gramm. Wenn's heiß ist und das Tier besonders gefordert wird, können das gerne auch mal zwischen 80 bis 100 Gramm sein.

 

Das Problem: Der Pferdekörper kann Elektrolyte nicht selbst herstellen. Sind sie einmal ausgeschwitzt, sind sie weg. Diese müssen deshalb von außen kommen. Heu enthält jedoch so gut wie gar kein Salz. Deshalb kommst Du um ein hochwertiges Mineralfutter nicht herum.



Salzlecksteine ​​sind eine gute Ergänzung zum Mineralfutter. Quelle: slawik.com


Eine gute Ergänzung zum Mineralfutter sind „Pferdelutscher“, sprich Salzlecksteine. Diese sollten sich nicht nur im Stall befinden, sondern auch auf der Weide. Das Pferd weiß intuitiv, wenn etwas fehlt – und schleckt.

6. Wasser marsch!

Was gibt es Schöneres als nach seinem Sportprogramm in die Dusche zu hüpfen und sich den ganzen Schweiß von dannen zu brausen. Geht den Vierbeinern genauso. Dein Pferd wird sich über eine Dusche sicherlich freuen. Positiver Nebeneffekt: Ein sauberes Fell ist für einige Parasiten weitaus weniger attraktiv. 

 

7. Die richtige Frisur

Ist das Fell zu dicht, solltest Du über eine Bekanntschaft mit der Schermaschine nachdenken. Was sich ebenfalls bewährt hat: Zöpfe zu flechten. Dann kommt ordentlich Luft an die Haut. 

 

8. Immer schön luftig

Im Stall herrscht oft dicke Luft. Du solltest deshalb darauf achten, dass dieser gut belüftet ist. Stichwort: Querlüften. Sind gegenüberliegende Fenster und Türen geöffnet, entsteht ein angenehmer Durchzug. Zur Not tut's auch ein Ventilator. Vorsicht Verletzungsgefahr: Diesen bitte nicht direkt neben das Pferd stellen. Und auch auf die Kabel achten.


Unser Tipp

Mit Pferdegold Mineral ist Dein Pferd das ganze Jahr über gut mineralisiert. Die Pellets enthalten unter anderem das bei heißen Tagen so wichtige Natriumchlorid. Ebenfalls drin: Zuckerrübenmelasse. Diese enthält Natrium, Chlorid und Kalium.