NL-Pferdehusten

Gesundheit

 5. 22. Juli

Wenn Pferde husten

6 Tipps, wie Du Atemwegserkrankungen vorbeugen kannst

Ein kurzes Hüsteln beim Antraben: Kann doch nicht so schlimm sein. Ist es aber! Beim sogenannten „Anstoßen“ sollten sofort alle Alarmglocken klingeln.

Atemwegserkrankungen gehören neben Koliken und Erkrankungen der Extremitäten zu den häufigsten Todesursachen. Jedes vierte Pferd in Deutschland muss sich mit Atemwegserkrankungen herumschlagen, bei rund 17 Prozent ist es sogar chronisch.

Leider ein häufiger Anblick: ein hustendes Pferd. Quelle: slawik.com

Wenn das Pferd also immer wieder mal hustet, ist das alles andere als normal, auch nicht beim Antraben. Denn aus einem unbehandelten akuten Husten kann in nullkommanix eine chronische Bronchitis werden – und was chronisch ist, ist langwierig. Deshalb: Immer sofort den Tierarzt rufen. 


Doch bei welchen Symptomen sollten Sie hellhörig werden? Und was kannst Du tun, damit Dein Liebling hustenfrei bleibt? Wir klären auf.

Akute Atemwegserkrankungen

Pferde sind auch nur Menschen (und husten auch so), deshalb können sie sich ebenfalls erkälten. Statt der Klimaanlage ist es dann der Frischluftzug in der Box. 

Nasenausfluss ist eines der Symptome. Quelle: slawik.com

Und dann ist es passiert: Husten, milchig-weißer Nasenausfluss, eine beschleunigte Atmung, Appetitlosigkeit und Fieber. Dass der erkältete Vierbeiner nicht in bester Form ist, versteht sich von selbst. Wer sich mit einer Erkältung ins Büro schleppt, glänzt an diesem Tag sicherlich auch nicht mit Höchstleistungen. Bei akutem Husten sind die Übeltäter in den meisten Fällen Bakterien oder Viren. 


Nimm die Erkältungssymptome bitte nicht auf die leichte Schulter, sondern konsultiere Deinen Tierarzt. Denn nicht immer geht der Husten von alleine wieder weg. Es besteht die Gefahr, dass aus einer eigentlich harmlosen Erkältung schnell was Chronisches wird.

Chronischer Husten 

Wer eine akute Atemwegserkrankung verschleppt, riskiert eine chronische Bronchitis. Bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB), rezidivierenden Atemwegsobstruktion (RAO) oder Equines Asthma wie die Erkrankung auch genannt wird, sind die tiefen Atemwege betroffen. Sie ist mit dem Asthma des Menschen vergleichbar.


Ein COB-Pferd tut sich schwer beim Atmen. Es ist ein regelrechter Kraftakt, der auch zu sehen ist. Zwischen Bauchmuskel und Rippenbogen zeigt sich eine längliche Vertiefung, die sogenannte Dampfrinne. 


Weitere typische Symptome: Auswurf, Leistungsabfall, Müdigkeit, stumpfes Fell und Festhalten im Rücken. Das offensichtlichste Anzeichen fehlt manchmal: der Husten. Viele Pferde husten in diesem Stadion nicht einmal mehr. 


Und es geht noch schlimmer. Stichwort: Dämpfigkeit. Das sogenannte Lungenemphysem bezeichnet das Endstadium einer chronischen Bronchitis – und ist unheilbar. In diesem Zustand leidet das Pferd unter ständiger Atemnot, da ein Teil der Lungenbläschen zerstört ist. Hier kann man nur noch die Symptome lindern.

Allergische Bronchitis

Puh, diese Pollen! Viele Menschen (und es werden immer mehr) werden von Heuschnupfen geplagt. Manche Pferde reagieren ebenfalls allergisch auf bestimmte Gräser oder Blüten. Dass da auch die „Nase“ juckt, ist logisch. Und wenn man keine Hände hat, um sich zu kratzen, schlägt man eben den Kopf. Weitere Anzeichen einer allergischen Bronchitis: Husten und Atemnot. 


Oft reagiert das Pferd auch allergisch auf Staub oder Ammoniak. Etwa weil die Box nicht häufig genug gereinigt wird und so ein Eldorado für Pilze und Schimmel wird. Die allergische Bronchitis ist häufig mit einer chronischen Bronchitis kombiniert.

Atemwegserkrankungen vorbeugen

Jetzt zur wichtigsten Frage: Was kannst Du tun, damit Dein Vierbeiner von Atemwegserkrankungen verschont wird. Hier unsere Tipps & Tricks:

 

1. Bewegung, Bewegung, Bewegung! 

Nur, wenn sich das Pferd ausreichend bewegt, bekommt die Lunge die Extraportion Sauerstoff – und bleibt gesund. Das Pferd ist nicht dafür gemacht, den ganzen lieben langen Tag in der Box zu stehen. 

 

Mehrere Stunden im Freien sollten deshalb schon drin sein. Und nicht nur ein wenig die Beine vertreten, eine gewisse gehört dazu. Das hält die Atemwege fit. Denn die erhöhte Atemfrequenz im Training regt die Selbstreinigungskräfte der Lunge an.

 

2. Hochwertiges Futter

Billige Futter sind oft echte Staubschleudern, die dem Pferd schaden können. Deshalb: Finger weg! Man spart hier am falschen Ende. Es sollte nur ein hochwertiges Futter im Trog landen (aber das sollte es ja eigentlich immer). 

Stroh aufschütteln: eine staubige Angelegenheit. Quelle: slawik.com

Wichtig: Heu und Stroh nie aufschütteln, wenn Pferde in der Box oder im Stall stehen. Denn dabei staubt es. Hat das Pferd schon einen Husten, das Heu vorher schön nass machen – und zwar richtig, nicht nur mit einer Gießkanne. Leider gehen dadurch wichtige Nährstoffe verloren. Die beste Methode der Staubvermeidung ist, das Heu zu bedampfen. Hier bleiben die Mineralien erhalten.

3. Gute Stallhygiene

Einmal am Tag gründlich ausmisten ist ein Must-have. Verbleibt die Einstreu zu lange in der Box, können sich Schimmel, Pilzsporen und stark ätzendes Ammoniakgas bilden. Letzteres kann zu dauerhaften Schäden führen wie zum Beispiel chronischem Husten. Auch der Trog sollte stets picobello sauber sein. Denn auch dort kann sich Schimmel bilden. Ein Hoch auf die Reinlichkeit!

 

4. Frischluft

Pferde sind weitaus weniger temperaturempfindlich als der Mensch. Fenster und Türen können deshalb, auch wenn's draußen etwas frischer ist, ruhig geöffnet bleiben. Das reduziert die Staubbelastung erheblich.

 

Beim Putzen fliegen nicht die Späne, dafür jede Menge Staub. Und in diesem befinden sich unter anderem Pilze. Das belastet wiederum nicht nur das Pferd selbst, sondern auch den Boxennachbar. Deshalb: Zum Putzen am besten nach draußen gehen. 


5. Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem ist weitaus weniger anfällig für Krankheiten als ein geschwächtes. Deshalb sollte das Pferd regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Parasiten wie Würmer schwächen das Immunsystem. So haben Krankheiten leichtes Spiel.

 

6. Nährstoffe füttern

Nährstoffe wie Chlorella und Spirulina pushen das Immunsystem des Pferdes. Isländisch Moos und Salbei gelten hingegen als die besten und bekanntesten Atemwegskräuter. Thymian und Süßholzwurzel wird hingegen eine hustenstillende und schleimlösende Wirkung nachgesagt.



Pferdegold Atemwege unterstützt die Atemwege Deines Pferdes und stärkt das Immunsystem. Neben Echinacea enthalten die Pellets unter anderem Isländisches Moos, Süßholzwurzel, Salbei, Thymian und Chlorella. Das Ergänzungsfutter ist brandneu und wurde bereits von mehreren Testern – oder besser gesagt atemwegsgeplagten Testerpferden – auf Herz und Nieren geprüft – und für gut befunden.

Unser Tipp

Du kannst Pferdegold Atemwege  unverbindlich 30 Tage lang testen. Dazu die Pellets versandkostenfrei im Onlineshop auf Rechnung bestellen. www.pferde-gold.de