Mineralfutter fürs Pferd: Bedarf, Mangel & Auswahl

Lesezeit ca. 15 Minuten Aug 18, 2026
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Gründer von Pferdegold

Florian Keller

Mineralfutter fürs Pferd: Bedarf, Mangel & Auswahl
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Florian ist aufgewachsen auf einem Bauernhof. Umgeben von Pferden, entdeckte er früh seine Faszination für diese majestätischen Tiere. Inspiriert von seiner reitbegeisterten Mutter, entwickelte er das Nahrungsergänzungmittel - Pferdegold. Seine tiefe Verbundenheit zur Natur und die leidenschaftliche Hingabe zu Pferden trieben ihn an, sein Unternehmen zu gründen.

Kaum ein Futterthema sorgt für so viel Unsicherheit wie Mineralfutter. Braucht das wirklich jedes Pferd? Muss es organisch sein oder reicht das günstige aus dem Regal? Und welches passt zu meinem Pferd? In diesem Ratgeber ordnen wir die wichtigsten Fragen für Dich ein: wozu Dein Pferd Mineralstoffe braucht, woran Du einen Mangel erkennst, was hinter „organisch oder anorganisch“ steckt und welches Mineralfutter zu welchem Pferd passt.

Braucht mein Pferd überhaupt Mineralfutter?

Kurz gesagt: Ja, fast jedes Pferd profitiert davon. Mineralstoffe und Spurenelemente sind lebensnotwendig, aber der Pferdekörper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen über das Futter kommen. Heu und Weide schwanken je nach Boden, Region und Schnitt erheblich und decken vor allem den Bedarf an Spurenelementen wie Zink, Selen und Kupfer oft nicht zuverlässig.

Besonders bei reiner Heu- oder Weidehaltung ohne Kraftfutter entsteht so eine schleichende Versorgungslücke. Ein Mineralfutter gleicht das gezielt aus, ohne die übrige Ration umzustellen. Willst Du es genau wissen, lass den Bedarf über eine Heuanalyse oder ein Blutbild prüfen.

Oft schwingt der Verdacht mit, Mineralfutter sei vor allem Marketing. Die Skepsis ist nachvollziehbar, denn Du siehst Deinem Pferd eine Unterversorgung lange nicht an – bei Spurenelementen zeigt sie sich erst spät, meist über Fell und Hufe.

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Anzeichen für einen Mineralstoffmangel

Ein Mangel zeigt sich meist unspezifisch und schleichend. Diese Anzeichen sprechen für eine Abklärung, vor allem wenn bei Deinem Pferd mehrere zusammenkommen:

  • stumpfes Fell, schlechter Fellwechsel, schuppige Haut
  • brüchige oder schlecht wachsende Hufe
  • Leistungsabfall, Müdigkeit, Muskelprobleme
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Veränderungen zum Ende der Weidesaison, wenn das Gras nährstoffärmer wird

 

Wichtig: Diese Anzeichen können viele Ursachen haben. Sicherheit gibt Dir nur ein Blutbild beim Tierarzt, am besten zusammen mit einer Einschätzung der Grundration. Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein Basis-Mineralfutter reicht oder ob ein einzelner Stoff gezielt ergänzt werden sollte.

Welche Mineralstoffe braucht ein Pferd?

Man unterscheidet Mengenelemente, die in größerer Menge nötig sind, sowie Spurenelemente, von denen es nur winzige Mengen braucht, die aber unverzichtbar sind:

  • Mengenelemente: Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium. Wichtig ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis in der Gesamtration (Richtwert etwa 1,5 bis 2 zu 1). Magnesium und Phosphor sind über Heu meist gut gedeckt, Natrium über einen Salzleckstein.
  • Spurenelemente: Zink, Kupfer, Selen, Mangan, Jod. Genau hier wird es über das Grundfutter oft knapp. Und genau das ist der eigentliche Job eines Mineralfutters.

 

Ein gutes Mineralfutter bildet diese Stoffe in einem ausgewogenen Verhältnis ab, statt einzelne Werte einseitig hochzudrehen. Kennst Du den genauen Bedarf über eine Heuanalyse, kannst Du gezielter ergänzen. Für die meisten Pferde ist ein ausgewogenes Basis-Mineralfutter aber der praktikable Weg.

Erfahrene Halter schauen längst nicht mehr nur auf einzelne Gehalte. Sie achten auf das Calcium-Phosphor-Verhältnis der gesamten Ration und lassen es im Zweifel über Heuanalyse und Blutbild prüfen. Das sagt mehr aus als ein hoher Einzelwert auf der Verpackung.

Organisch oder anorganisch: Welches Mineralfutter ist besser?

Spurenelemente gibt es in zwei Bindungsformen. Welche besser ist, hängt vom Element ab. Für die einen sind organische Spurenelemente eine Modeerscheinung, für die anderen der einzig richtige Weg. Deshalb lohnt der Blick auf das einzelne Element.

Bindungsform Beispiele Eigenschaft
Anorganisch Oxide, Sulfate (z. B. Zinkoxid, Magnesiumoxid) günstig, hohe Mineral-Dichte, in klassischem Mineralfutter Standard
Organisch Chelate, Selenhefe (an Aminosäuren gebunden) bei Selen belegt besser verwertbar, schont den Stoffwechsel, teurer

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf das Element an. Für Selen ist gut belegt, dass die organische Form (Selenhefe) stärker aufgenommen wird als anorganisches Natriumselenit. Bei vielen anderen Spurenelementen reguliert der Pferdekörper die Aufnahme nach Bedarf, sodass der Vorteil der organischen Form kleiner ausfällt, sie aber den Stoffwechsel weniger belastet.

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Welches Mineralfutter für welches Pferd?

Nicht jedes Pferd hat den gleichen Bedarf. Das Produkt bleibt dasselbe, nur Menge und Kontext unterscheiden sich:

Wie dosieren und wie lange füttern?

Mineralfutter sollte nicht als Kur, sondern dauerhaft gefüttert werden: Der Bedarf an Mineralstoffen besteht jeden Tag. Als Richtwert bekommt ein Großpferd ab rund 600 kg 50 g pro Tag, ein Pony oder Kleinpferd 25 g. Bei Pferdegold Mineral 2.0 entspricht das 1 Messlöffel für das Großpferd und einem halben für das Kleinpferd. Du kannst die Menge einfach unter das gewohnte Futter mischen.

Wichtig bei mehreren Produkten: Fütterst Du zusätzlich ein selen- oder zinkhaltiges Mono-Präparat, rechne die Gesamtmenge des jeweiligen Stoffs zusammen, damit es nicht zu einer Überversorgung kommt. Besonders bei Selen ist das entscheidend, da es eng dosiert ist.

Viele Halter achten inzwischen gezielt auf den Selengehalt, weil einzelne Mineralfutter in Foren für zu hohe Werte kritisiert werden. Die Sorge ist berechtigt: Selen ist eng dosiert. Mineral 2.0 liefert rund 0,9 mg pro Tagesdosis und bleibt damit im Bedarfskorridor, statt den Wert nach oben zu treiben.

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Häufige Fragen zu Mineralfutter

Braucht ein Pferd, das auf der Weide steht, Mineralfutter?

Meist ja. Weidegras schwankt stark und wird zum Saisonende nährstoffärmer, gerade bei den Spurenelementen.

Kann man Mineralfutter überdosieren?

Bei normaler Dosierung kaum. Einige Stoffe wie Selen sind aber eng dosiert, deshalb sollten mehrere selenhaltige Produkte nicht unkontrolliert kombiniert werden.

Organisch oder anorganisch, muss es das teure sein?

Bei Selen bringt die organische Form belegt einen Vorteil, bei anderen Stoffen ist der Unterschied kleiner. Wichtiger als die Bindungsform ist, dass überhaupt bedarfsgerecht versorgt wird.

Kann ich Mineralfutter selbst mischen?

Das ist möglich, aber aufwändig und fehleranfällig, da dafür eine Heuanalyse nötig ist. Ein ausgewogenes Fertig-Mineralfutter ist für die meisten der praktikablere Weg.

Wie schnell wirkt Mineralfutter?

Eine Mineralisierung wirkt über Wochen: erste Veränderungen sind oft nach 4 bis 6 Wochen bemerkbar, die volle Wirkung nach einigen Monaten konsequenter Fütterung.

 

Wichtig:

Pferdegold ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und sollen dazu beitragen, das Wohlbefinden deines Pferdes zu steigern.

Pferdegold Produkte behandeln und heilen keine Krankheiten, sondern unterstützen dein Pferd dabei, ernährungsbedingte Mangelerscheinungen durch gezielte Nährstoffzufuhr auszugleichen. Sie stellen jedoch keinen Ersatz für eine professionelle Beratung durch einen Tierarzt oder Spezialisten dar.

Bei gesundheitlichen Problemen deines Pferdes empfehlen wir dringend, einen Tierarzt zu konsultieren. Pferdegold übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage der hier bereitgestellten Informationen getroffen werden.