Viele Pferdebesitzer gehen davon aus, dass Heu und Kraftfutter die wichtigsten Nährstoffe liefern.
Die Realität der modernen Pferdehaltung sieht jedoch anders aus: Nahezu jedes Pferd in Deutschland leidet unter einem mehr oder weniger ausgeprägten Mineralstoffmangel.
Dafür gibt es zwei Hauptgründe
1. Schwankende Heuqualität
Der Mineralstoffgehalt in Heu variiert stark, je nach Erntezeitpunkt, Lagerung und Herkunft. Ein und dasselbe Grundfutter kann in einem Jahr ausreichend Kupfer liefern und im nächsten deutlich zu wenig. Ohne regelmäßige Heuanalyse tappt der Pferdebesitzer im Dunkeln.
Selbst hochwertiges Heu enthält häufig zu wenig Selen, Zink oder Mangan, um den täglichen Bedarf eines Pferdes vollständig zu decken, besonders unter Trainingsbelastung, die den Mineralstoffumsatz erhöht.
2. Nährstoffarme Böden durch intensive Landwirtschaft
Jahrzehntelange intensive Bewirtschaftung hat die landwirtschaftlichen Böden in Deutschland nachhaltig ausgelaugt. Studien belegen, dass der Mineralstoffgehalt in Futterpflanzen in den letzten 50 Jahren um bis zu 40 Prozent gesunken ist.
Besonders kritisch: Ganz Deutschland gilt als Selen-Mangelgebiet, mit regionalen Unterschieden, die bis zu 2,5-fach variieren können. Kupfer- und Zinkdefizite sind ebenfalls weit verbreitet. Das Ergebnis sind stumpfes Fell, brüchige Hufe, ein geschwächtes Immunsystem und verminderte Leistungsbereitschaft, alles klassische Zeichen einer unzureichenden ineralstoffversorgung, die allein durch Grundfutter nicht behoben werden kann. Hochwertiges Mineralfutter für Pferde ist daher keine optionale Ergänzung, sondern der notwendige Ausgleich für strukturelle Defizite in der modernen Pferdehaltung.